Stricken
Das Stricken ist eine Handarbeitstechnik, welche in Vorderasien bereits im 2. Jahrhundert zur Herstellung von Kleidungsstücken verwendet wurde. Aber auch in Europa wurde bereits um das Jahr 300 gestrickt. Durch diese Handarbeitstechnik lassen sich nicht nur Kleidungsstücke, wie Socken, Handschuhe, Mützen, Jacken, Röcke oder Pullover herstellen, sondern auch Decken, Teppiche, Fenstergardinen oder andere Heimtextilien können selbst hergestellt werden.
Das Stricken von Hand
Das Stricken von Hand ist mittels verschiedener Techniken möglich. Die Zweinadeltechnik zählt dabei zu den ältesten Techniken. Das Rundstricken hingegen zählt zu einer relativ neuen Handstricktechnik. Insgesamt lassen sich zwei unterschiedliche Maschenarten unterscheiden: die rechtsgestrickte und die linksgestrickte Masche. Zu Beginn wird stets der sogenannte Maschenanschlag verwendet, um den Faden in der gewünschten Menge der Maschen auf die Nadel zu bekommen. Anschließend kann mit Hilfe der beiden Maschenarten, sowie den verschränkten Maschen oder durch Maschenzunahmen- und Abnahmen, ein beliebiges Strickmuster erstellt werden.
Das maschinelle Stricken
Neben dem Stricken von Hand gibt es auch die Möglichkeit, für die Herstellung der Strickwaren eine Strickmaschine zu benutzen. Diese lassen sich elektronisch steuern oder auch mit Hilfe von Lochkarten bedienen. Für den professionellen Einsatz gibt es aber auch Strickmaschinen, welche über einen Computer gesteuert werden können. Diese Maschinen lassen sich in die Arten Super-Fein-Stricker für die Verwendung von extra dünnen Garnen, Fein-Stricker für die Verwendung von feinen Garnen, Mittel-Stricker für die Herstellung von Strickartikeln in Handstrickoptik und in die Grob-Stricker für die Verwendung von beispielsweise dicker Wolle unterteilen. Bei einigen Maschinen ist es zudem möglich, mehrere dieser Strickarten zu nutzen. Diese Strickmaschinen sind mit einer unterschiedlichen Anzahl an Stricknadeln ausgestattet, wie etwa ein Modell mit 150 Nadeln oder mit 250 Nadeln.